Eheringe, Verlobungsringe
EheringeDie Bedeutung eines Eheringes war schon immer an tiefe Gefühle und Wertmaßstäbe gebunden. Der Ring als Symbol der Unendlichkeit hat bis heute seinen Sinn behalten. Ob als Trau- oder Verlobungsring oder als Ring zum Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit.

Nach alter Tradition ist der Ringkauf die Sache des Bräutigams, die meisten Paare gehen aber heute gemeinsam zum Juwelier, um sich die Ringe auszusuchen. Damit ist sicher gewährleistet, dass der Ring auch passt und gefällt. Verlobungs- oder Eheringe gibt es in vielen verschiedenen Preislagen und Ausführungen.

Der Ehering ist ein Liebesbeweis und ein sichtbares Zeichen für die Außenwelt, denn jeder erkennt sofort seine Bedeutung.

Wenn ein Ring verloren geht, bedeutet es auch heute noch Unglück bzw. das Ende der Ehe wird kommen. Abwenden kann man dies nur mit dem Kauf neuer Eheringe, die von einem Pfarrer dann noch geweiht werden müssen.

Der Bräutigam kann seiner Liebsten zusätzlich zum Ehering eine Überraschung bereiten, indem er ihr einen zweiten Ring mit einem besonderen Edelstein schenkt. In die Innenseite des Ringes können die Namen der Partner, das Datum, der Ort der Trauung oder eine schöne Liebeserklärung graviert werden.

Eisen = Sparsamkeit + Treue
Der Ring gehört zu den Urformen des Schmucks. Seit frühester Zeit werden ihm mystische bzw. geheime Kräfte zugeschrieben. Viele gefundene Ringe aus historischer Zeit, die noch aus Eisen gefertigt wurden, zeigten die Form eines Schlüssels. Eisen stand für die Tugenden und Pflichten der Vermählten, wie Sparsamkeit oder Treue. Ringe wurden dabei nur von den Ehefrauen getragen. Der Mann war weiterhin „schlüsselfrei" und durfte umherziehen.

Liebespfand
Die alten Germanen kannten den Ring als Pfand der Liebe. Der Mythos des Nordens berichtet, dass sich Siegfried und die Walküre Brunhild mit einem Ring ewige Treue gelobt hatten.

Treuezeichen
Eine bischöfliche Anordnung im 12. Jahrhundert verbot jungen Männern, Mädchen aus Spaß einen Ring an den Finger zu stecken. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wird der Ring verstärkt mit in die Trauungszeremonie eingebaut. Im 14. bis 15. Jahrhundert wurde die Kraft der Bindung des Ringes verstärkt, indem man einen unlösbaren „Liebesknoten“ aus Golddraht hinzufügte.

Etwa im 15. bis 16. Jahrhundert kamen dann die ersten Zwillingsringe auf. Diese waren zwei in sich zusammenschiebbare Ringe, von denen jeder der Verlobten einen trug. Am Hochzeitstag wurden die beiden Hälften zusammengeführt und die junge Ehefrau trug ihn dann als Ehering.

Rund = Nichtendend
Seine runde Form bedeutet das Nichtenden der Liebe und Neigung füreinander wie in einem Kreis fließend, von einem zum anderen und zwar für immer und ewig. So beschreibt ein englischer Schriftsteller den Ring als Symbol für die Ehe.

Die Kreisform des Rings übt eine andere geheimnisvolle Wirkung auf die Menschheit aus. Anfang und Ende fallen im Kreis des Rings in eins. Wo ist der Anfang, wo das Ende? Niemand weiß es, keiner vermag es zu bestimmen. Magie ist stets mit im Spiel. Bei feierlichen Anlässen bilden Menschen einen Kreis um ein Symbol, im Kreis wird beraten, verhandelt, Recht gesprochen. Oft bilden große Steine den Kreis. Um ferne Planeten bilden sich Lichtringe aus feinstem Staub. Überall: Lauter geheimnisvolle Bedeutungen, die sich zu Ringen schließen.

Das Material
Ob dieser nun in Gelbgold, Weißgold, Rotgold oder aus Platin gefertigt wird, glänzend oder matt, evtl. sogar durch einen faszinierenden Diamanten veredelt, ist reine Geschmacksache.

Wer unter Metallallergien leidet, wird mit Gold die wenigsten Probleme haben, es ist aber entscheidend, wie viel Karat der Ring besitzt. Ein Karat ist das Maß der Feinheit der Goldlegierung. Je höher der Feingoldanteil, desto weniger Silber u. a. Metalle sind im Ring enthalten. Ein Stempel in der Innenseite des Ringes gibt darüber Aufschluss:

-- bei 333er Gold – sind es 333 Feingoldanteile zu 1000 Teile anderer Materialien
-- bei 585er Gold – sind es noch 585 Feingoldanteile zu 1000 Teile anderer Materialien
-- bei 750er Gold – sind es nur noch 750 Feingoldanteile zu 1000 Teile anderer Materialien

Platin besitzt die höchste Reinheit, hier werden 950 zu 1000 Anteile verarbeitet. Ringe aus Platin sind daher auch erheblich teurer als andere Eheringe.



 

 

 
 


 

 


 
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